Wenn Kinder trauern. Lesung mit der Autorin Helene Düperthal

Auf ein interessiertes Publikum traf die Autorin Helene Düperthal bei einer Lesung, zu der der Förderverein für Palliativ- und Hospizarbeit Rhein-Wied e.V. und die Katholische Familienbildungsstätte Linz eingeladen hatten.

Die Autorin las ausgewählte Kapitel aus zwei ihrer Büchern vor – „Wie kommt der große Opa in die kleine Urne“ und „Aila, die TickTackTassen-Tante“. Beide thematisieren in klarer und phantasievoller Sprache die Frage, wie wir mit Kindern über den Tod eines ihnen nahestehenden Menschen sprechen können. In einem regen Austausch brachten die Gäste während der Lesung ihre Fragen, Anregungen und eigenen Erfahrungen ein. Dabei wurde deutlich, dass Kinder klare Antworten auf ihre klaren Fragen wollen und brauchen. Die Bemerkungen von Erwachsenen, wie etwa: „Dafür bist du noch zu klein“, spiegeln höchstens die eigene Hilflosigkeit von Erwachsenen im Umgang mit dem Thema Sterben und Tod wider, lassen das Kind aber in seiner Not allein.

Die Lesung machte Mut, offen und einfühlsam mit Kindern in solchen Situationen umzugehen und ihnen zuzugestehen, dass sie anders trauern. Dies drückte Düperthal mit dem Titel eines weiteren ihrer Bücher so aus: Kinder haben Trauer-Flummi-Gefühle, die immer wieder in ganz unterschiedlicher Art auftauchen und verschwinden. Diese Vielfalt der Gefühle müsse angenommen und ausgehalten werden – was im Übrigen auch für Erwachsene gelte.

Wolfgang Walter, Vorsitzender des Fördervereins, Andrea Nantke, Leiterin der Familienbildungsstätte in Linz, die Autorin Helene Düperthal, Stefan Wester, Hanna Kohl und Roswitha Gottbehüt vom Förderverein (von links). Foto: Klaus Krumscheid

Bürgermeister Hans-Günter Fischer bedankte sich bei den Teilnehmern der Podiumsgespräche.
Von links: Dr. med. Ingo Hannes, Dr. med Renate Kierdorf-Rauh, Marion Gutberlet, Uta Schmidt, Christoph Drolshagen, Wolfgang Walter.